Nachhaltig beeindruckt von Israel-Reise

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Anke Sindermann und Elke Schmücker (links) sowie Sabina Kocot vom Circus-Zentrum Balloni begleiteten 13 Junge Soester auf der Reise nach Israel. 

Soest - Zu einer Reflektion über ihren Israel-Besuch in den Osterferien kamen die 13 Teilnehmer und Eltern mit den Organisatoren Elke Schmücker und Sabina Kocot im Circus-Zentrum Balloni zusammen.

Nach einer Diaschau, die viele Erinnerungen weckte, gab es ein typisch israelisches Büffet. „Wir waren in der ersten Osterferienwoche mit den Jugendlichen in Kiyat Ono“, berichten Elke Schmücker vom Zirkuszentrum und Theaterpädagogin Sabina Kocot, die den Austausch organisiert hatte. Fördermittel des Bundes hatten die Fahrt ermöglicht, nachdem die israelische Gemeindegruppe im August 2015 Soest besucht hatte. 

In ihren israelischen Gastfamilien konnten die Reisenden hautnah und direkt den Alltag in einer anderen Religion erleben. „Ziel des Austauschs ist natürlich, das deutsch-israelische Verhältnis zu verbessern und zu stärken“, erklärt Sabina Kocot, die seit über 30 Jahren das kleine Land im Nahen Osten bereist. „Israel ist in etwa so groß wie Hessen. Doch es gibt dort alles von schneebedeckten Bergen bis zur Wüste“, beschreibt Kocot. Ihre Begeisterung teilen die 13 Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 20 Jahren. 

„Wir würden jederzeit wieder hinfahren“, erklären sie übereinstimmend. „Wir wurden herzlich und völlig ohne Vorurteile von unseren Gastgebern aufgenommen und waren sofort in der Gruppe integriert“, erinnern sich die jungen Leute. Besonders nachhaltig wirkte der Besuch des Holocaust Mahnmal „Yad Vashem“ in Jerusalem. „Wir waren betroffen“, sagte ein Mädchen. „Aber unser Tourguide hat uns klar gemacht, dass wir keine Schuld haben, aber in der Verantwortung stehen solche Dinge in Zukunft zu verhindern“. Das sei gerade heute, wo viele einen Rechtsruck befürchten, eine berechtigte Mahnung. 

Zum Purimfest, ein dem Karneval vergleichbaren Fest der Juden, zeigten die Soester akrobatische Einlagen und Jonglagen und hatten viel Spaß. Von der Offenheit und dem Gemeinsinn der Israelis waren sie begeistert. Ein Höhepunkt war ein Besuch am Ostersonntag in Jerusalem. Die Gruppe besuchte nur die Neustadt. „Die Sicherheitslage war nicht so, dass wir den Besuch der Altstadt machen konnten“, sagte Elke Schmücker. „Wir hatten vorher mit den Eltern gesprochen und dabei klar gemacht, dass wir alles für die Sicherheit tun werden. Wir waren überall da, wo auch die Gastgeber waren“, führte sie aus. 

Auch die Eltern zogen ein positives Resümee. Iris und Gerhard Däublin, deren Kinder Malte (15) und Wiebke (17) mit in Israel waren, sagten: „Die Kinder sind reifer geworden, sie waren regelrecht beseelt von den vielen positiven Eindrücken. Diese Erfahrungen, ein Land mit einer anderen Religion und Kultur, kennenzulernen und an der Wiege dreier Weltreligionen gewesen zu sein, wird sie nachhaltig prägen“.

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